Waalweg mit Weinblättern

Algund – Südtirol

In Algund, um Algund und um Algund herum

Unser Herbsturlaub führt uns in diesem Jahr nach Südtirol, auf die Sonnenseite der Alpen. Bei herbstlichem Bilderbuchwetter treten wir unseren zweiten Urlaub in diesem Jahr an. Wir verbringen je eine Woche in Algund bzw. in Lana bei Meran. Algund kennen wir nur dem Namen nach, dort sind wir bei unseren früheren Aufenthalten in Alto Adige, wie Südtirol in Italien genannt wird, noch nie gelandet. Daher werden wir uns hier in den nächsten Tagen mal näher umschauen.

In Algund

Kirchturm

Eine kleine erste Runde durch den Ort gleich nach unserer Ankunft ist obligatorisch und liefert erste Eindrücke. Bei diesem Spaziergang fallen uns die vielen tierischen Bewohner von Algund ins Auge, sie begegnen uns hier auf Schritt und Tritt. Kleine und große, gefiedert oder mit Fell, und alle haben sie ihren eigenen Charakter. Wie dieses verrückte Huhn hier.

Huhn springt
Hoppla, jetzt komm ich!
Huhn geht
Tra…..
Huhn geht
la la…….
Huhn steht und guckt
la laaaaaa
Huhn ist verschwunden
Uppps!

Oder die Schafe, die sich meiner Linse nur von hinten zeigen.

Zwei Schafe von hinten

Wir sind ganz eindeutig auf dem Land angekommen, prima. Das ist der richtige Urlaub für Stadtkinder wie uns.

Für einen kleinen Abstecher hinauf auf den Algunder Waalweg bleibt auch noch Zeit. Ein Blick von oben auf den Ort bestätigt unsere Vermutung. Wir haben es tierisch gut angetroffen.

Waalweg mit Weinblättern

um Algund

Bei unserer Ankunft in unserer Ferienwohnung werden uns zusammen mit unserem Wohnungsschlüssel auch gleich zwei „Algund-Cards“ überreicht. Sie beinhalten allerlei Vergünstigungen in der Umgebung und freie Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.

Davon machen wir gleich am nächsten Tag Gebrauch. Mit dem ersten Hahnenschrei (unser hofeigener Hahn hatte durchaus humane Zeiten drauf) stehen wir auf und fahren, nach einem gemütlichen Frühstück, mit dem Bus in die nahegelegene Kurstadt Meran. Unter Arkaden schlendern wir vorbei an modern dekorierten Schaufenstern. Italienisch halt. Wir essen zünftig zu Mittag, um anschließend unseren Heimweg, bewaffnet mit einer Tüte gerösteter Keschten (Kastanien), per Pedes anzutreten.

Eine Tüte voller Esskastanien

Von der Kurpromenade an der Passer geht es in Serpentinen hinauf auf den Tappeiner Weg.

Oberhalb der Passer

Über den Dächern von Meran

Angelegt wurde die schönste Promenade Europas vom Kurarzt Franz Tappeiner (1816-1902) (Südtirol für alle).

Tappeiner Statue

Die Höhenpromenade bietet uns einen Mix aus alpiner und mediterraner Vegetation bei wunderbarem Panoramablick (meranerland.org) Nach etwa 4 Kilometern geht der Tappeinerweg fast nahtlos in den Algunder Waalweg über, der uns direkt nach Algund bringt.

Brücke am Algunderwaalweg

Blick auf das Etschtal

Zwei Tage später machen wir einen ähnlichen Spaziergang.

Wieder mit den Hühnern aufstehen, wieder mit dem Bus zum Ausgangspunkt (diesmal Partschins,) am anderen Ende des Algunder Waalweges, und wieder zu Fuß zurück nach Algund.

und um Algund herum

Heute begeben wir uns von Algund aus senkrecht in die Höhe und erklimmen den Hausberg. Für die erste Etappe nehmen wir den Sessellift nach Vellau und steigen dort in einen Korblift um. Die Fahrt in einem Korblift stellt für uns eine Premiere dar. Zu zweit mit Rucksäcken auf dem Rücken und Reisebegleitung zwischen unseren Füßen, stehen wir eingepfercht wie in einer Sardinenbüchse in dem grünen Drahtgeflecht.

Hund in einer Korbgondel

Dennoch genießen wir die Fahrt hinauf zur Leiteralm, begleitet von unseren Schatten am Berg.

Schatten auf dem Felsen

Von hier geht es zu Fuß weiter. Unser Ziel ist das Hochganghaus, erreichbar über einen Teil des Meraner Höhenweges, der sich auf insgesamt knapp 100 Kilometern den „Naturpark Texelgruppe“ erschließt (meraner-hoehenweg.de).

Weg im Wald

Blick ins Etschtal

Stufen mit Hund

Blick ins Tal

1 1/2 Stunden später ergattern wir noch einen der begehrten Sitzplätze auf der schönen Sonnenterrasse am Hochganghaus, mit Blick auf die schroffen Berggipfel um uns herum.

Beim Essen auf den Hütte

Hier stärken wir uns für den Abstieg mit Würstl und Röstkartoffeln. Ja, du hast richtig gelesen, wir stärken uns für den Abstieg.

Wie jeder erste Abstieg im Urlaub, geht auch dieser mächtig auf unsere untrainierten Oberschenkel, die bereits auf den letzten Metern ordentlich brennen. Der nächste Tag wird für uns Zweibeiner nicht lustig, das ist uns bald klar.

Hund wartet
Wo bleibt ihr denn?

Unsere Reisebegleitung mit ihrem Allterrain-Gehwerk hat da gut Lachen.

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