Freilichtmuseum Himmelsberga

Öland von Nord nach Süd – Teil 1

Von Nabbelund bis Sandvik

(Werbung unbeauftragt)

Unsere Schwedenreise sollte uns ursprünglich kreuz und quer durch Småland führen, doch leider sagte unsere Wetterapp langfristig schlechtes Wetter mit viel Regen im Landesinneren voraus. Da wir mit dem Wohnmobil sehr flexibel auf derartige Wetterkapriolen reagieren können, und wir auch nichts vorgebucht haben, sind wir für knapp zwei Wochen an der schwedischen Ostküste und auf Öland hängengeblieben. Natürlich bei warmen Temperaturen und Sonnenschein.

Wohnmobil
Unser Urlaubsdomizil

Öland, die zweitgrößte Insel Schwedens, ist an der engsten Stelle nur 4 km vom schwedischen Festland/Småland entfernt und durch eine Brücke mit diesem verbunden. Die Insel selbst ist beachtliche 140 km lang aber nur 16 km breit, hat wenige Regentage im Jahr und ist daher bei den Schweden als Urlaubsinsel sehr beliebt. Die Königsfamilie macht es vor und hat mit Schloss Solliden ihren Feriensitz auf der Insel.

Von Kalmar aus fahren wir über die 6072 m lange, im Jahre 1972 eröffnete Ölandsbron (Ölandbrücke), die zu der Zeit die längste Brücke Europas war. Auf der Insel soll es viele Attraktionen auf engstem Raum zu besichtigen geben, wir sind bereit und schlagen uns auf der Ostseite der Insel in Richtung Norden durch.

Gleich zu Beginn nehmen wir quasi im Vorüberfahren schon mal die berühmten fünf Windmühlen von Lerkaka mit. Von den einstmals über 2000 Windmühlen auf Öland, sind heute immerhin noch etwa 400 Mühlen erhalten.

Lerkaka Windmühlen
Auf der Suche nach der vorteilhaftesten Perspektive zum Fotografieren sollte man sich etwas Zeit lassen, das kann sich lohnen. Dieses Foto habe ich beim Contest „Mühlen“ der Zeitschrift „Color Foto“ eingereicht, es konnte die Jury überzeugen und einen Platz in der 1. Ausgabe 2020 ergattern, die ab 11.12.2019 im Handel erhältlich ist.

Nur ein paar Kilometer weiter, in Himmelsberga, befindet sich noch am original Standort, ein mit viel Liebe zum Detail restauriertes Straßendorf. In dem heutigen Freilichtmuseum sind historisch eingerichtete Häuser, Werkstätten und Stallungen zu besichtigen. Hier erfahren wir auf anschauliche Weise, wie die Menschen auf Öland im 18. und 19. Jahrhundert gelebt und gearbeitet haben.

Freilichtmuseum Himmelsberga
Freilichtmuseum Himmelsberga

Freilichtmuseum Himmelsberga

Freilichtmuseum Himmelsberga

Unser romantischer Stellplatz für die kommenden zwei Nächte liegt in Nabbelund, am Nordkap der Insel, in der Bucht von Grankullaviken, direkt am Wasser. Der Blick von unserer Koje auf den Lången Erik, den Leuchtturm im Norden, ist inklusive.

Leuchtturm auf Öland

Zudem liegt der Stellplatz nur fünf Kilometer vom Naturschutzgebiet Trollskogen, unserem nächsten Ziel entfernt. Über unseren Ausflug zum Naturschutzgebiet Trollskogen könnt ihr hier etwas erfahren. Die mitgebrachten Fahrräder leisten uns gute Dienste, wenn der Stellplatz, nicht gleich neben der Attraktion liegt.

Am nächsten Tag verlassen wir unseren lieb gewonnenen Stellplatz am Wasser nur ungern und begeben uns nun entlang der Westküste in Richtung Südinsel.

In Byrum kommen wir an einem Raukgebiet vorbei. Rauken sind bis zu 10 m hohe Kalksteinformationen, die es in dieser Form nur in Skandinavien gibt. Gebildet haben sie sich vor über 490 Millionen Jahren aus Korallenriffen, die durch Einwirkung von großem Druck zu Kalkstein zusammengepresst wurden. Das alles geschah, als sich das heutige Öland noch in Äquatornähe befand. Wellen schwemmen den losen Kalkstein bis heute weg und übrig bleiben seltsame Steingebilde – die Rauken.

Byrums Raukar
Byrums raukar

In Källa befindet sich die „Källa gamla kyrka„, die verlassene „alte Kirche Källa“, eine gut erhaltene Kirchenruine aus dem 13. Jahrhundert, in der heute noch Hochzeiten stattfinden. Leider ist sie nicht für Besucher geöffnet, und so versuchen wir von außen durch die großen Fenster einen Blick in das Innere der Kirche zu erhaschen. Sie ist sehr spartanisch eingerichtet, was schon fast wieder modern anmutet.

Källa gamla kyrka

In Sandvik bestaunen wir eine der größten historischen Windmühlen der Welt, wobei ich persönlich die vielen kleinen Windmühlen, an denen wir vorbeigefahren sind viel schnuckeliger finde.

Windmühle in Sandvik

Was es auf Öland noch alles zu sehen gibt, erfahrt ihr in „Öland von Nord nach Süd – Teil 2“

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