mystische Rakotzbrücke

Fotojournal 2021 – unser Reisejahr in Bildern

Es geht wieder los. Pünktlich zu Beginn des 4. Quartals 2021 meldet sich Michael vom Blog "erkunde-die-welt.de" mit seiner Fotoparade. Eine schöne Idee, an der ich mich im letzten Jahr zum ersten Mal beteiligt habe. Die Idee unser Reisejahr in außergewöhnlichen Bildern zusammenzufassen gefällt mir. Da hätte ich auch selbst drauf kommen können. Bin ich aber nicht, und so nehme ich Michael’s Aufruf zum Anlass meine diesjährigen Fotos nach seinen vorgegebenen Kategorien zu durchforsten und auch die erschwerten Bedingungen in Form von 6 Zusatzkategorien nehme ich an, um daraus mein Fotojournal 2021 zu basteln.

Alle Fotos sind auf unserer dreiwöchigen Wohnmobilrundreise durch Deutschland entstanden. Und jetzt bin ich selbst mal gespannt, welche meiner Fotos es am Ende in den Beitrag schaffen.

 

Und hier kommen sie, die ersten sechs Kategorien bzw. Herausforderungen:

Licht  und Schatten

Wir sind im Paradies gelandet, so jedenfalls bezeichnet unser Stellplatzwart seinen Camping- und Stellplatz in Rothenkirchen im Naturpark Frankenwald. Die Lage ist wirklich herrlich, direkt am Waldrand mitten in der Natur. Nach einer angenehm ruhigen Nacht begeben wir uns gleich am frühen Morgen auf eine entspannende Wanderung, die uns unser eifriger Stellplatzwart am Abend empfohlen und gleich als DIN A 4 Kopie aus der Tasche gezogen hat.

Auf unserer provisorischen Karte sehen wir, dass der Wald nur so von Forstwegen durchzogen ist. Diese haben so eigentümliche Namen wie: Neugeräumtweg, Russenweg oder Prügelweg.

Wir konnten unsere Runde also ganz nach Lust und Laune gestalten. Am Ende sind wir 14 km gelaufen und das Gewitter, das uns in der letzten Stunde im Nacken hing hat sich zum Glück anderswo entladen.

Neben vielen Natur- und Waldfotos habe ich dieses Eichhörnchen, wie es gerade mit einer Eichel in der Schnauze vor uns stiften gehen wollte, gegen das Licht einfangen können.

Eichhörnchen läuft einen Baum hoch
Licht & Schatten – Eichhörnchen bringt Eichel vor uns in Sicherheit

Tierisch

"Katzencontent boomt", habe ich in einem Online-Artikel vom März 2014 gelesen, "Wir finden Katzen ähnlich gut wie Süßigkeiten". Na dann gibt es jetzt eine Praline. Denn diese Katze räkelte sich in einem Schaufenster in Rothenburg ob der Tauber und zog damit mehr vorbeigehende Touristen an, als die historische Altstadt. Ob sie nach ihrer Darbietung noch mit einem Hut an ihrem Publikum vorbeigeschlichen ist und eine kleine Spende einforderte konnte ich nicht mehr beobachten. 

Katze liegt im Schaufenster
Tierisch – Katze räkelt sich in einem Schaufenster
Rothenburg ob der Tauber ist wahrscheinlich der beliebteste Ort an der Romantischen Straße (erste Themenstraße Deutschlands). Die schmucke Altstadt mit den wundervoll restaurierten Fachwerkhäusern hat uns gleich in ihren Bann gezogen. Einen prima Überblick über die historische Bausubstanz erhältst du bei einem Rundgang über die alte Stadtmauer.

Gewässer

Auf unserer Deutschlandrundreise mit dem Womo sind wir gleich zu Beginn ein Stück entlang der Tauber, über die Romantische Straße, gegurkt, anschließend im Osten der Republik hoch bis an die Ostsee und auf dem Rückweg haben wir uns noch einen Kurztrip durch das Weserbergland gegönnt. Wie meine Heimatstadt Köln liegt das Weserbergland in NRW. Doch ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich es zuvor noch nie bis an die Weser geschafft habe. Da habe ich echt was verpasst. Denn hier an der Oberweser gibt es noch viele idyllische Ecken, da sie in diesem Abschnitt nicht mit großen Frachtkähnen befahren wird, wie das auf dem Rhein der Fall ist.

Blick auf die Weser
Gewässer – verträumte Weser

Aussicht

Im äußersten Winkel Deutschlands gleich an der tschechischen Grenze befindet sich das Zittauer Gebirge. Ohne Wohnmobil wäre ich hier wohl nie gelandet. Aber aus einer Laune heraus haben wir kurzfristig beschlossen dort wandern zu gehen. Und wäre es nicht so weit von uns entfernt, dann würde ich hier regelmäßig zum Wandern vorbeischauen.

Panorama über
Aussicht – Naturpark Zittauer Gebirge

Hoch hinaus

Diese endlose Treppe führt hoch hinaus auf die 537 m hohen Nonnenfelsen, ein weiterer schöner Aussichtspunkt im Zittauer Gebirge. Hier mussten wir uns bereits sputen, eine Gewitterfront drohte uns einzuholen.

Lange Treppe zum Nonnenfelsen
Hoch hinaus – Treppe zum Nonnenfelsen

Schwarz-Weiß

Dieses kesse Mädchen sitzt am Riemenschneider Brunnen am Schlossplatz in Tauberbischofsheim. Mit noch zwei weiteren Figuren haben sie um die "Madonna auf der Mondsichel" herum Platz genommen. Die Figuren sind lebensgroß und täuschend echt gearbeitet.

Tauberbischofsheim ist nach Rothenburg ob der Tauber ein weiteres Ziel auf der Romantischen Straße, mit der wir unsere Wohnmobilreise durch Deutschland begonnen haben.

Schwarz/Weiß – kesses Mädchen in Tauberbischofsheim
 

Nun folgen noch die sechs Zusatzkategorien:

Aufgeblüht

Aufgeblüht sind sie schonmal, aber was bitte steht denn da in der Wildblumenwiese? Ich habe keine Idee und Google auch nicht. Fotografiert habe ich die Blüten auf dem Naturweg Teuschnitz-Aue in Bayern. Spitzwegerich kommt den Blüten vielleicht noch am Nächsten, aber so richtig kann ich mich damit noch nicht anfreunden. Hier könnte ich deine Hilfe gebrauchen. An alle (Hobby-)Biologen:"Irgendeine Ahnung was das sein könnte?"

Wildblumenwiese Teuschnitz-Aue
Aufgeblüht – aber wer?

Eng

Wer hätte gedacht, dass das größte Storchendorf Deutschlands in Bayern liegt?

Das unter Störchen beliebte Dorf Uelfeld bietet fast 40 feste "Unterkünfte" für Storchenfamilien.

Im strömenden Regen harrt die Jugend zusammengekauert im Nest aus, wegfliegen können sie noch nicht, aber ihre Eltern lassen die Kleinen auch nicht mehr ins Nest – zu eng.

Storchennest mit Jungstörchen auf einem Dach
Eng – Kaum Platz für die Storchenjugend

Einschlag

Im Zittauer Gebirge wird es wohl ordentlich gescheppert haben, als die Felsbrocken herunter gedonnert sind. Aber es war wohl ein Einschlag mit "Herz".

Felsen im Zittauer Gebirge
Einschlag – Felsen in Herzform

Rot

Wer hat denn diesen übergroßen Pumps am Fuße des Marburger Schlosses verloren?

Es ist Aschenputtels Schuh und zugleich Station 10 auf dem "Grimm-dich-Pfad" in Marburg, der mit dem Hessischen Tourismuspreis 2009 ausgezeichnet wurde. Die dazugehörigen Märchentexte zum Nachlesen findest du auf www.marburg-tourismus.de/maerchen.

Roter Pumps vor Burg
Rot – roter Pumps vor Marburger Schloss

Minimalistisch

Möwe und Chipstüte. Leider ist im Urlaub nicht immer alles eitel Sonnenschein.

Die wohl heißesten Tage in diesem Jahr haben wir an der Ostsee verbracht. Da der Strand im Ostseebad Boltenhagen sehr sauber war, wurde die Chipstüte wohl über das Meer angespült. Und was aus dem Meer kommt ist essbar, oder doch nicht?

Möwe kämpft mit Chipstüte
Minimalistisch – trügerische Harmonie am Strand von Boltenhagen

Natur pur

Der Spreewald tut der Seele gut und die Augen entspannen sich schnell bei so viel Grün. Obwohl touristisch überlaufen, gibt es sie noch, die stillen, ruhigen Winkel im Spreewald. Du findest sie wandernd, paddelnd oder radelnd.

Mystischer Spreewald
Natur pur – der Spreewald

Mein schönstes Foto 2021

Da brauche ich nicht lange überlegen. Auf unserer Fahrt durch den Osten der Republik haben wir einen Stopp in Kromlau in Sachsen eingelegt. Beim Anblick der frisch renovierten Rakotzbrücke schlägt ein jedes Fotografenherz höher. Jedes Foto ein Treffer, und nach zwei Besuchen, am Morgen und am Abend, waren das mehrere hundert Treffer. Auch die anschließende Bildbearbeitung machte Spaß, da konnte ich meiner Phantasie freien Lauf lassen. Wie hier die Rakotzbrücke mal aus einer eher ungewöhnlichen Perspektive und ganz mystisch in Blautönen.

mystische Rakotzbrücke
Mein schönstes Foto 2021 – Die Rakotzbrücke
Die Rakotzbrücke steht im Rakotzsee und dieser befindet sich im Azaleen- und Rhododendronpark in Kromlau. Die Faszination dieser schmalen Brücke aus Basalt liegt in dem perfekten Kreis der sich aus dem Brückenbogen und seiner Spiegelung im See ergibt. In Auftrag gegeben hat das außergewöhnliche Bauwerk Friedrich Hermann Rötschke ab 1844, nachdem er zwei Jahre zuvor Kromlau erwarb.

Das war’s

Unsere Reisefotos unter den von Michael vorgegebenen Kriterien durchzusehen, auszuwählen, und mit Geschichten zu garnieren hat mir viel Spaß bereitet. Und wie ich am Anfang schon vermutet habe bin ich über die Auswahl einiger Fotos selbst überrascht.

Mein letztjähriges und erstes Fotojournal 2020 findest du hier. Im letzten Jahr hatte Michael wegen der Coronaproblematik und der damit verbundenen Reisebeschränkungen leider keine Vorgaben gemacht.

Mitstreiter

Und dann habe ich noch diese Outdoor- und Reiseblogs mit ihren diesjährigen Beiträgen zur Fotoparade gefunden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.