Montagne der Bueren Treppe in Lüttich

In 7 Stunden Lüttich entdecken

Lang, lang ist er her, unser letzter Besuch in Lüttich. Damals hatte uns die Stadt überhaupt nicht gefallen, zu viel Beton, zu grau, zu schmuddelig. Daher beschließen wir im Februar 2019 mal nachzuschauen, was sich in den letzten 20 Jahren in Lüttich alles getan hat.

Lüttich / Belgien
Hauptstadt der Provinz Lüttich
Einwohner: 197.327 (Stand 1. Januar 2019)
Fläche: 69,39 km2

Wir verstauen unsere sieben Sachen im Auto und verlassen das Land in Richtung Lüttich / Belgien. Exakt 100 km zeigt das Navi, somit liegt die vor uns liegende Strecke auf den Kilometer genau in unserem selbstgesteckten Rahmen. Die nächsten 7 Stunden sind voller neuer Eindrücke. Komm doch einfach mit.

Stadtbesichtigung

8:38

Abfahrt Köln

Wir machen uns auf, Lüttich zu erkunden.

Arrivée à la Gare de Liège-Guillemins.

Richtig, wir fahren mit dem Auto zu einem Bahnhof. Wenn ich ehrlich bin, hat mich der 2009 eröffnete moderne Bahnhof erst auf die Idee gebracht mal wieder Lüttich zu besuchen.

10:19
10:20

Besichtigung des Bahnhofs.

Aus dem überteuerten Parkhaus des Bahnhofs machen wir uns auf, den modernen, ganz in weiß gehaltenen Bahnhof Liège-Guillemins zu erkunden.

Böses Erwachen

Nach exakt einer Stunde Bahnhofsbesichtigung schieben wir unser Parkticket in den dafür vorgesehenen Schlitz im Parkscheinautomaten; 1:00 zeigt das Display an, und zu unserer Verwunderung müssen wir für zwei volle Stunden bezahlen – Toleranz des Parkscheinautomaten: Null-Komma-Null.

11:20
11:54

À voir

Wir suchen uns ein neues Parkhaus, das „Parkhaus City“ direkt an der Maas und fußläufig zu den meisten Sehenswürdigkeiten. Von hier starten wir zu unserem zweiten „à voir“.

Montagne de Bueren

Die „Montagne de Bueren“ ist eine Stadttreppe mit 374 Stufen, und gehört zu den außergewöhnlichsten Treppen der Welt. Sie entstand im 19. Jh. als direkte Verbindung der Kaserne der Zitadelle zum Stadtzentrum.
Heute findet sie nicht nur bei Touristen großen Anklang, bei den Einheimischen ist die Treppe als übergroßes Fitnessgerät beliebt .

12:02
12:20

Le Carré

Anschließend flanieren wir bereits ein wenig hungrig durchs Zentrum, auf der Suche nach einem Restaurant. Wir landen in „Le Carré“, eines der ältesten Stadtviertel in Lüttich und finden ein kleines Restaurant in der Rue Saint-Paul.

Mittagessen im „Le Grill Saint-Paul“

Hier wird noch die typische lütticher Hausmannskost gekocht Hackbällchen nach Lüttich Art oder auch Frikadellen mit süß-saurer Sauce (frz. Boulettes à la Liégeoise); inklusive netter Tischgespräche mit einem lustigen älteren Ehepaar vom Nachbartisch. Unsere Kommunikation fand dabei in einem beidseitigen Mix aus Deutsch und Französisch statt, und gingen einem mal die Vokabeln aus, tat’s auch ein Lächeln.

13:07
14:18

Saint-Pauls-Kathedrale

Besichtigung der Saint-Pauls-Kathedrale; bei unserem Besuch leider zu Renovierungszwecken von außen verhüllt, fast wie bei Christo, nur nicht so formvollendet.

Süsse Verführung

Nach der belgischen Hausmannskost zu Mittag gönnen wir uns nun einen exklusiven Nachtisch und suchen uns diverse kunstvoll gestaltete Patisserieobjekte im Miniaturformat bei einem belgischen Chocolatier aus, die ebenso kunstvoll verpackt werden, um von uns an der nächsten Straßenecke, weniger kunstvoll, mit spitzen Fingern, da weich und schokoladig, verspeist zu werden.

14.37
14:41

Flanerie

Wir haben Zeit, daher bummeln wir gemütlich an den schicken und exklusiven Geschäften vorbei, diesmal satt und zufrieden.

Vorbei an der Opéra Royal

Die königliche Oper der Wallonie wurde nach einem Entwurf des Architekten Auguste Duckers zwischen 1818 und 1820 erbaut. Die Statue vor der Oper, vom Bildhauer Guillaume Geefs gestaltet, stellt den Komponist André Grétry dar.

14:49
15:14

Palais des Princes-Evêques

Wir passieren den Palais des Princes-Evêques, Justizpalast und Sitz der Provinzregierung. Dieser außergewöhnliche architektonische Komplex wurde über die Jahrhunderte immer wieder erweitert,
1525: Innenhof mit Säulengang;
1734: Hauptfassade;
1849: Westflügel

Enge Gassen

Am Nachmittag schlendern wir durch enge, und sehr enge Gässchen

15:25
15:37

Collégiale Saint-Barthélémy

Weiter geht’s zur Stiftskirche Collégiale Saint-Barthélémy, die zwischen 1010 und 1015 eingeweiht wurde und damals noch außerhalb der Stadtmauern lag. Im Inneren des Bauwerks befindet sich ein Taufbecken von unschätzbarem kulturhistorischem Wert.

Grand Curtius

Und weiter zum Grand Curtius, einem Museumskomplex, der eine Sammlung über die bewegte Geschichte Lüttichs beherbergt. Anschließend gehen wir an der Maas und der mehrspurigen Hauptverkehrsstraße (wie kann man nur die Hauptstraße an einen Fluß bauen?) entlang zurück zu unserem Auto.

15:47
16:41

Lüttich von oben

Unsere letzte Aktion am heutigen Tag führt uns hinauf zum Monument du 14e de Ligne. Von dort gelangen wir ohne Anstrengungen zum oberen Ende der Montagne de Bueren. Hier genießen wir zum Abschluss noch einen tollen Blick über Lüttich.

Departure Liège

Wir machen uns auf den Heimweg.

17:08
18:38

Ankunft Köln

Ein erlebnisreicher Tag geht zu Ende

Fazit

Unser Fazit fällt diesmal wohlwollend aus. Es gibt sie zwar noch, die schmuddeligen, grauen Ecken in Lüttich, aber es wurde viel unternommen um die Stadt attraktiver zu gestalten.

Wir würden die Tagestour jederzeit wiederholen. Wie sieht es mit Dir aus? Habe ich Dich auf eine Idee gebracht?

Sehenswürdigkeiten auf einen Blick:
- La Gare de Liège-Guillemins
- Montagne de Bueren
- Le Carré
- Saint-Pauls-Kathedrale
- Opéra Royal
- Collégiale Saint-Barthélémy
- Grand Curtius
- Monument du 14e de Ligne
https://www.visitezliege.be/de
https://belgien-tourismus-wallonie.de/de/3/wohin-reisen/wallonische-stadte/luttich

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.